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Anastasia (von Tarika E. Hoffmann)
Anastasia ist eine junge Frau, die in der russischen Taiga lebt . Ihre Geschichte liest sich für “zivilisierte “ Menschen recht märchenhaft, auch bleibt ein Hauch von Zweifel an ihrer Existenz, denn bisher hat sie sich der russischen Öffentlichkeit noch nicht gezeigt.
Sie lebt in einer Erdhöhlen der Taiga, ist in der Ursprünglichkeit der Natur, in der Verbundenheit mit ihr und allen sie umgebenden Lebewesen aufgewachsen.
Als kleines Mädchen verlor sie beide Eltern durch einen Blitzschlag. Allein in der heimischen Höhle zurückgeblieben, übernahmen Tiere der Taiga ihren Schutz und ihre Versorgung, lehrte sie Mutter Erde sich von ihren Früchten zu ernähren und eine mächtige Energie beschützte sie in Gefahren.
Ihr Groß- und Urgroßvater sorgten zudem aus gebührendem Abstand für sie, trugen Sorge, dass sie keine Not litt. Wie auch Anastasias Eltern lag ihnen am Herzen, dass das Kind in all seiner Ursprünglichkeit aufwachsen und in der Verbundenheit mit der Natur ihr Wissen entwickeln sollte.
Vladimir Megre, ein russischer Kaufmann, begegnet ihr, als er mit seinem Handelsschiff den Ob entlang fährt, um die anliegenden Dörfer mit notwendigen Gütern zu versorgen. In einem Orte begegnet er dem Groß- und Urgroßvater von Anastasia, die ihn um Hilfe bitten. Weiter entfernt in der Taiga, so erzählen sie ihm, stünde eine klingende Zeder mit bedeutenden Heilkräften, die dringend gefällt werden müsste. Für diese Arbeit und den Transport bräuchten sie die Hilfe und Unterstützung .
Megre kommt diesem Anliegen zunächst nicht nach, trifft aber auf der Rückreise in dem selben Ort auf Anastasia, eine junge Frau, die ihn bewegen kann, mit ihm zu kommen, um sich diese klingende Zeder anzuschauen.
Aus dieser Begegnung erwächst eine Liebe, wird später ein Sohn geboren und Wladimir Megre folgt der Bitte Anastasias, all das, was er mit ihr erlebt, aufzuschreiben.
So erfährt der Leser in dem ersten Buch “Anastasia” etwas über die Umstände der Begegnung, das Mystische, das Anastasia umgibt, erhält Einblick in ihre tiefe Naturverbundenheit und ein daraus resultierendes Urwissen, das im Osten vielleicht als “Akasha-Chronik” bezeichnet wird.
Sie zeigt auf, welche Bedeutung die Verbundenheit mit der Natur für den Menschen hat, wie wenig die “zivilisierte” Welt sich ihrer Abhängigkeit von der Technik bewusst ist und wie weit sich der Menschen dadurch von sich selbst entfremdet hat.
Anastasias Beschreibungen und Erklärungen, die Megre zusätzlich zu seinen Erfahrungen sehr einfach und natürlich wiedergibt, lassen den Leser über die Zeit auch Zeuge seines persönlichen Wandlungsprozesses werden.
Fragen oder Probleme, die auftauchen, beantwortet Anastasia oft auf eine verblüffende und sehr einsichtige Weise. So erreichen ihre Worte den Leser auf eine Weise, die beim Leser etwas zum Klingen bringen, vielleicht eine längst verloren geglaubte Hoffnung, verschütteter Mut, eine versiegte Quelle. Ihre Worte berühren. Ihren Visionen schaffen im Leser Raum und Mut für eigene Visionen. Ihre Schlichtheit erweckt den Wunsch, selbst dazu beizutragen, die Welt mit ihrem technischen Fortschritt und ihren zunehmend zerstörerischen Tendenzen zu einem Maß von Ursprünglichkeit und Naturverbundenheit zurückzuführen.
Auch im zweiten Buch, “Die klingenden Zedern Russlands”, gibt sie Anregungen für Lebensformen der Zukunft, zeigt im Zusammenspiel der Natur seine Reinheit, Perfektion und Ursprünglichkeit auf und verdeutlicht, wie wir durch unsere gesellschaftlich kultivierten, religiösen Lebensformen den Zugang zu all dem verloren haben. Am Beispiel einer russischen Schule, in der Kinder einander selbstbestimmt unterrichten und Erwachsene nur eine begleitende Stellung einnehmen, erhält der Leser einen Einblick in die Möglichkeiten der Umsetzung.
Im dritten Buch “Raum der Liebe”, geht Anastasia näher auf die Lebensformen der Menschen untereinander ein, stellt “lebensnotwendige “ Bedürfnisse in Frage und schafft durch ihr “Sein” einen Raum der Liebe. Wladimir Megre selbst erlebt in diesem Raum für sein persönliches Wachstum notwendige Impulse., die ihn Stück für Stück seine bisherigen Sichtweisen überdenken lassen.
Immer wieder berühren Anastasias Worte in ihrer Ursprünglichkeit, Kraft, Weisheit und Eindringlichkeit. Ihr Wissen, das weder durch gesellschaftliche, religiöse, moralische oder ethische Prinzipien beeinflusst wurde, überzeugt in seiner Ursprünglichkeit . Durch ihre tiefe Verbundenheit mit der Natur, der Schöpfung, der Liebe im Sein kommen ihre Worte aus einer Tiefe menschlichen Erlebens und Fühlens, von der wir uns weit entfernt haben, trotzdem aber eine tiefe Sehnsucht danach verspüren.
In dem vierten Buch “Schöpfung” erläutert sie den Vorgang der “Schöpfung” aus religiöser Sicht ohne konfessionelle Zuordnung. und gibt Einblick in das Spiel der Energien im Universum und in jedem Menschen. Auch erfährt der Leser etwas über das umfassende Wissen und die Fähigkeiten ihrer Urväter. Sie zeichnet Zusammenhänge und Entwicklungen auf, die tiefen Einblick in die historische Entfremdung der Menschheit geben. Gleichzeitig schafft sie in ihren Visionen Raum für neue Lebensformen und plädiert für eine Rückbesinnung des Menschen hin zu seinen Wurzeln, seinen Ahnen, einem persönlichem Land, das durch die Ahnen, die Familien, durch eigener Hände Arbeit geprägt werden soll.
In Gesprächen über “Anastasia” bin ich bisher zwei Gruppen von Menschen begegnet.
Der eine Teil fühlt sich sofort von ihren Worten, ihren Gedanken und Visionen angesprochen, nahm in sich eine Lebendigkeit, Tatkraft und Begeisterung wahr, die längst begrabene Träume, Visionen oder Wünsche neu belebte. Die andere Gruppe zweifelte eher an der Existenz von Anastasia, hielt es für eine nette Story , unrealistisch, nicht nachweisbar und unglaubwürdig. Manche stießen sich auch an der Einfachheit der Sprache, die der Feder eines Menschen entprang, der es nie in seinem Leben für möglich gehalten hätte, mal ein Schriftsteller zu werden - bevor er Anastasia begegnete.
erschienen in INTEGRALES 2/2002
Weitere Hinweise zu Anastasia:
Buchrezensionen und Anastasia - Forum www.bunkahle.com

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